Basismoduls Geschichtsdidaktik:  

Geschichte unterrichten ist keine einfache Aufgabe. In den drei Lehrveranstaltungen des Basismoduls GD  (Vorlesung: „Einführung in die Geschichtsdidaktik“, Seminar: „Geschichtsbewusstsein als zentrale Kategorie der Geschichtsdidaktik“, Übung: „Planung und Reflexion von Geschichtsunterricht“) werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. So stehen mal theoretische Grundlagen und geschichtsdidaktische Konzepte im Mittelpunkt, während wir in anderen Lehrveranstaltungen an konkreten Themenbeispielen üben, wie Geschichtsunterricht für die Sekundarstufe I geplant wird oder didaktische Materialien bzw. Planungen auf ihre Eignung für einen guten Geschichtsunterricht prüfen.  

Ziel des Moduls ist es, dass Studierende die geschichtsdidaktischen Grundlagen und Voraussetzungen für ihre eigenen Unterrichtskonzeptionen fruchtbar machen können und so Reflexionskriterien für einen guten Geschichtsunterricht entwickeln.    

In der Vorlesung werden grundlegende Konzepte und Theoriebausteine der Geschichtsdidaktik vorgestellt. Es geht beispielsweise um die Voraussetzungen und Zielsetzungen des historischen Lernens (historische Kompetenzen) sowie um grundlegende geschichtsdidaktische Grundprinzipien (z.B. Multiperspektivität). Wir analysieren Lehrpläne und besprechen fachspezifische Methoden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit einer großen Vielfalt an Quellen und Darstellungen im Geschichtsunterricht.    

Im Seminar werden diese Grundlagen an ausgewählten Themen oder didaktischen Aspekten (z.B. “Zeitgeschichte im GU der Sekundarstufe I”, “Handlungsorientierung im Geschichtsunterricht”) vertieft. Anhand von ausgewählten Themen und Beispielen wird ausgelotet, welche fachspezifischen Methoden und Medien sich in Bezug auf bestimmte Lerngruppen und Fragestellungen besonders gut eignen und wie eine didaktische Strukturierung ausgehend von den Lernvoraussetzungen gelingen kann.    

Wie gewinnt man aus historischen Inhalten Themen für den Geschichtsunterricht? Welche didaktischen Grundprinzipien müssen beachtet werden? Wie werden Medien und Methoden gezielt eingesetzt? Wann gelingt die Kommunikation im Fachunterricht? In der Übung stehen diese und ähnliche Grundfragen der Unterrichtskonzeption im Mittelpunkt. Der Fokus liegt hierbei auf der Planung und Reflexion von konkreten Unterrichtsreihen und –stunden für den GU in der Mittelstufe.  Und ist eine ganz konkrete Vorbereitungshilfe für die ersten eigenen Geschichtsstunden z.B. im Rahmen des VP Bachelor im Fach Geschichte. 

Überblick über die Lehrveranstaltungen und die Modulorganisation:    

Sommersemester:   

  • Vorlesung: „Einführung in die Geschichtsdidaktik“ (2 SWS 3 LP)   +   
  • Seminar: „Geschichtsbewusstsein als zentrale Kategorie der Geschichtsdidaktik“  2 SWS (6 LP) 

>> Wichtig: Vorlesung und Seminar stehen in Verbindung zueinander. Die beiden Lehrveranstaltungen müssen deshalb in einem Semester belegt werden und die Klausur (Modulprüfung) bezieht sich auf Inhalte beider Lehrveranstaltungen. Sie werden nur im Sommersemester angeboten.   

Wintersemester:  

  • Übung: „Planung und Reflexion von Geschichtsunterricht“ (2 SWS 5 LP) 

>> Wichtig: Die Veranstaltung wird vorwiegend im Wintersemester angeboten. Sie kann unabhängig von Vorlesung/Seminar, d.h. als erste oder als letzte Veranstaltung des Moduls besucht werden.  Diese Übung wird mit dem Entwurf einer Unterrichtsstunde abgeschlossen.